scr - pasching 1:1
11.11.2006 video weniger vom match sondern mehr vom fanprotest von rapid - superfund @ hanappi stadion.
Rapid-Fans “streikten” 30 Minuten
Bierdusche für Sportdirektor Schöttel.Zu Beginn des Spiels von Rapid gegen den FC Superfund herrschte auf den Fantribünen Ost und West gähnende Leere. Der harte Kern der Rapid-Fans verweigerte ihrer Mannschaft bis zur 31. Minute (in Anlehnung an die 31 österreichischen Meistertitel des Rekordchampions) die Unterstützung.
Auf der Osttribüne war ein Transparent mit der Aufschrift “Außer Betrieb” befestigt, mit dem die Anhänger ihren Unmut ausdrückten.
“An die Verantwortlichen”
Die rund 2.500 Anhänger begründeten ihren “Streik” auf einem an der Westseite montierten Spruchband: “An die Verantwortlichen: Wir schauen nicht mehr zu, wie ihr das zerstört, was uns am meisten am Herzen liegt!”
Die anderen Rapid-Anhänger waren mit dieser Aktion nicht einverstanden, denn als sich die West- und Osttribüne füllte, gab es gellende Pfiffe. Außerdem skandierten die Zuschauer auf der Nord- und Südtribüne: “Wir sind Rapid - und wer seid Ihr?”
Die Westsektor-Fans quittierten diese Rufe mit einem gellenden Pfeifkonzert und ließen ihrerseits Sprechchöre wie zum Beispiel “Sitzplatz-Schweine” in die Gegenrichtung erklingen.
Platzsturm nach Schlusspfiff
Nach Schlusspfiff blieben die Rapid-Fans aus Protest sitzen, ehe sie sich auf das Spielfeld begaben. Dort skandierten sie vor dem Eingang zu den Spielerkabinen: “Wir haben die Schnauze voll.”
Rapid-Sportdirektor Peter Schöttel versuchte
die Gemüter zu beruhigen und appellierte an den Gemeinschaftssinn der Rapid-Familie.
Alles was Schöttel allerdings zu hören bekam, waren “Hanse, Hanse”-Rufe, da einige Anhänger lieber Rapid-Legende Hans Krankl auf Schöttels Posten sehen würden.
Situation eskalierte
Die Situation uferte im weiteren Verlauf aus. Schöttel reagierte auf einige Rufe der Fans emotional, wurde daraufhin mit einer Bierdusche bedeckt und von der aufgebrachten Menge bedrängt. Die Exekutive brachte daraufhin den 39-Jährigen in Sicherheit.
Schließlich wurde vereinbart, dass es in der kommenden Woche zwischen Fan- und Klubvertretern zu einem Gespräch kommen wird. Nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde verließen schließlich auch die letzten protestierenden Anhänger das Spielfeld.
quelle: orf.at